An CNC-Maschinen gehört KSS-Verschmutzung zwar zum Alltag, wird jedoch nicht immer richtig gemanagt. So werden Kühlschmierstoffe mancherorts deutlich häufiger gewechselt, als eigentlich nötig wäre. Ein KSS-Behälter mit 500 Litern Inhalt stellt bereits einen erheblichen Kostenfaktor dar – ganz abgesehen von der Arbeitszeit für Ablassen, Reinigen und das Neubefüllen der Maschine. Rechnet man das auf mehrere Maschinen hoch, zeigt sich ein erhebliches Einsparpotenzial, welches durch das Reinigen von Kühlschmierstoffen ausgeschöpft werden kann.
Der häufigste Grund für einen kompletten KSS-Wechsel: Der Kühlschmierstoff ist so stark verschmutzt, dass er seine Aufgabe nicht mehr zuverlässig erfüllt.
Feine Metallspäne, Schlamm, eingetragene Fremdöle und Bakterien belasten den Kühlschmierstoff kontinuierlich, besonders bei hoher Maschinenauslastung und Schichtbetrieb.
Mit zunehmender KSS-Verschmutzung lässt die Kühlwirkung nach, Werkzeuge verschleißen schneller und die Oberflächenqualität der Werkstücke sinkt.
Viele Werkstätten reagieren darauf mit Komplettwechsel des Kühlschmierstoffs und betrachten die daraus resultierenden Stillstandzeiten sowie Entsorgungskosten als gegeben.
Dabei handelt es sich weniger um ein unvermeidliches Problem, sondern um eine Frage der richtigen Kühlschmierstoff-Pflege.
Wie KSS-Verschmutzungen entstehen
Bei jeder Zerspanung fallen sowohl Metallspäne als auch feinere Partikel an. Späneförderer transportieren zwar grobe Späne zuverlässig ab, kleinere Späne und Abrieb verbleiben jedoch im Kühlschmierstoff oder setzen sich am Boden des Maschinenbeckens ab.
Mit der Zeit entstehen dort zähe Schlammablagerungen. Diese behindern die Umwälzung des Kühlschmierstoffs, verschlechtern die Wärmeabfuhr und erhöhen die Belastung für Pumpen und Filter. Zusätzlich gelangen Fremdöle aus der Maschinenführung oder Hydraulik in den KSS. Sie legen sich als Film auf die Oberfläche, begünstigen Bakterienwachstum und führen dadurch zu unangenehmen Gerüchen.
Je stärker der Kühlschmierstoff belastet ist, desto unzuverlässiger wird der Bearbeitungsprozess. In vielen Betrieben wird der KSS dann komplett abgelassen – inklusive noch nutzbarer Flüssigkeit. Neben dem Materialverlust steigen auch die Mengen an zu entsorgendem Sonderabfall, und die Maschinen stehen unnötig lange still. Besonders bei mehreren CNC-Drehmaschinen oder Bearbeitungszentren summiert sich dieser Aufwand schnell.
Der entscheidende Punkt: Verschmutzungen müssen entfernt werden, bevor sie den Kühlschmierstoff unbrauchbar machen.


Kühlschmierstoffe in einem Schritt absaugen und reinigen
- Leistungsstarke Industriesauger, also spezielle Vakuum-Rückgewinnungssysteme mit Spänefilter, sind eine praxisbewährte Lösung, um Kühlschmierstoffe sauber zu halten.
- Sie funktionieren mit Druckluft und saugen verschmutzte Emulsionen – inklusive Spänen und Schlamm – in einen geschlossenen Sammelbehälter.
- Da die Sauger ohne elektrische Motoren arbeiten, sind sie besonders gut für feuchte Werkstattumgebungen geeignet. Gleichzeitig bleibt der Wartungsaufwand gering, da kaum verschleißanfällige Teile verbaut sind.
KSS-Pflege: Was sich im Betrieb konkret verbessert
- Wird der Kühlschmierstoff regelmäßig von Spänen, Schlamm und Fremdölen befreit, verlängert sich seine Standzeit erheblich.
- Statt alle paar Wochen komplett zu wechseln, kann der KSS bestenfalls über mehrere Monate verwendet werden.
- Das Ergebnis sind reduzierte Kosten für neue Kühlschmierstoffe und deren Entsorgung.
Unkomplizierte Reinigung und Entsorgung
- Spänefänger wie der EXAIR Chip Trapper saugen die verschmutzen KSS in ein Fass und filtern sie dabei gleichzeitig.
- Späne und Schlamm verbleiben im wiederverwendbaren Filterbeutel, die Emulsion ist direkt wieder einsatzbereit.
- Die im Filtersack (siehe Foto) abgeschiedenen Feststoffe lassen sich kompakt sammeln und separat entsorgen.
Auch die Wartung wird optimiert:
Mit passenden Rückgewinnungssystemen lassen sich KSS-Behälter in unter einer Stunde reinigen. Auch der Turnus für vollständiges Ablassen und Neubefüllen verlängert sich; Wartungstechniker können sich währenddessen auf andere Instandhaltungen konzentrieren.
Es gibt insgesamt weniger Stillstand, denn die Maschine ist schneller wieder einsatzbereit. Je nach Größe des Maschinenparks kommen spürbare zusätzliche Produktionszeiten zusammen.

Langlebiger Kühlschmierstoff – kosteneffizientere Fertigung
Wer seine KSS-Kosten reduzieren möchte, sollte zunächst die aktuellen Wechselintervalle erfassen und den Gesamtaufwand pro Maschine berechnen – inklusive Material, Arbeitszeit und Entsorgung.
Diese Kosten gilt es dann mit der Investition in ein Kühlschmierstoff-Reinigungssystem und der möglichen Verlängerung der Standzeit zu vergleichen.
Für Fertigungsbetriebe, die ihre CNC-Maschinen sauber halten und gleichzeitig Ausgaben senken möchten, bieten druckluftbetriebene Spänefänger eine einfache und zuverlässige Lösung für den täglichen Einsatz.

