Ein missglückter Kundenversuch hat gezeigt, dass der beliebte Werkstoff-Allrounder Aluminium hier nicht funktioniert. Für diese Anwendung ist eine Druckluftdüse aus Edelstahl eindeutig die bessere Wahl.

Wenn Bilder mehr sagen, als jede technische Spezifikation…

Kürzlich erhielt unser Leihgeräte-Service eine Testapparatur zurück und staunte beim Auspacken nicht schlecht: Die ehemals präzise Druckluftdüse war massiv verformt und damit völlig unbrauchbar.

Verformte Blasdüse aus Aluminium-Zink-Material

Doch wie konnte das passieren?
Unsere EXAIR Druckluft-Blasdüsen sind schließlich kein Billigschrott, sondern hochwertige Druckluftlösungen aus US-amerikanischer Produktion.

Unser Kunde weiß: Versuch macht kluch!

Ein Fertigungsbetrieb wollte den gezielten Einsatz von Blasdüsen unter realen Bedingungen testen. Dafür bekam er von uns eine EXAIR Super Air Nozzle 1100 inklusive Halterung (12″ Flex-Schlauch, Art. 9212) als Leihgerät zur Verfügung gestellt. Was genau vor Ort getestet wurde, können wir weder nachvollziehen noch würden wir solche Details veröffentlichen.

Klar ist jedoch: Hier wirkten erhebliche mechanische Kräfte und das Material der Düse war dafür eindeutig zu schwach. Und damit kommen wir zu der wichtigen Frage:

Warum gibt es unsere Blasdüsen überhaupt aus unterschiedlichen Werkstoffen?

Man könnte ja meinen, dass das Material keine Rolle spielt, da die Luft quasi „berührungslos“ durch die Öffnungen strömt und es in der Regel auch keinen Kontakt zu Werkzeugen, Maschinen oder anderen Medien gibt.

Doch von welchem Material reden wir hier überhaupt?

Die an den Kunden gelieferte EXAIR Super Air Nozzle 1100 besteht in der Grundversion aus einer Zink-Aluminium-Legierung. Für viele industrielle Einsätze ist dieses Material ein guter Kompromiss. Die Gründe dafür sind:

  1. überzeugendes Verhältnis von Preis und Stabilität
  2. geringes Gewicht
  3. für viele Standardanwendungen ausreichend robust

Wenn es hart auf hart kommt, stößt Aluminium an seine Grenzen

Doch nicht jede Anwendung ist „Standard“. Die Fotos der verformten Düse zeigen deutlich, dass günstige Materialien in bestimmten Umgebungen an ihre Grenzen stoßen und ein Kompromiss dann nicht mehr ausreicht.

Das betrifft insbesondere raue Produktionsbedingungen mit

  • starken mechanischen Einwirkungen,
  • hohen Temperaturen,
  • aggressiven Chemikalien,
  • elektromagnetischen Einflüssen sowie
  • in Gießereien oder in der Schwerindustrie.
Materialverformung bei einer Druckluftduese aus Alu-Zink-Legierung

Eine vielseitige Alternative: Druckluftdüsen aus Edelstahl

Für genau solche Anwendungen bietet EXAIR die Super Air Nozzle auch in Edelstahl-Varianten an (z. B. 303 oder 316). Diese verfügen über eine bessere Temperaturfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Beständigkeit gegen Verformung und Stöße sowie insgesamt eine längere Lebensdauer selbst unter extremen Bedingungen.

Gerade in Branchen mit Hochtemperaturprozessen, bei der Metallverarbeitung oder in Anlagen mit großer mechanischer Belastung ist Edelstahl häufig die wirtschaftlichere Wahl, auch wenn die Produkte in der Anschaffung teurer sind.

Wie so oft gilt auch hier: Die Anwendung entscheidet.

Der beschädigte Rückläufer veranschaulicht eindrucksvoll, dass Materialspezifikationen keine Nebensache sind. Während Aluminium-Zink oftmals vollkommen ausreichend ist, gibt es dennoch Einsatzbereiche, in denen wir andere Materialien wie Edelstahl oder sogar PEEK empfehlen würden.

Letzteres ist als hochleistungsfähiger thermoplastischer Kunststoff immer dann interessant, wenn die Anforderungen über das hinausgehen, was klassische Metallwerkstoffe dauerhaft aushalten. Wenn Sie unsicher sind, welche Ausführung zu Ihrer Anwendung passt, helfen wir Ihnen gerne bei der Auswahl.

Super Blasdüse Super Air Nozzle Zink Modell 1100

Super Air Nozzle aus Alu-Zink

Super Blasdüse Super Air Nozzle Edelstahl Stainless Steel

Super Air Nozzle aus Edelstahl 316

Super Blasdüse Super Air Nozzle PEEK Modell 1100

Super Air Nozzle aus PEEK